Weiterbildung in der Pflege: Pflichtqualifikationen in Kliniken weiterdenken

Wie lassen sich Pflichtweiterbildungen in der Pflege so organisieren, dass Mitarbeitende, Führungskräfte und Personalverantwortliche in der Klinik den Qualifikationsstand im Blick behalten und das Gelernte auch nach einer Weiterbildung im Arbeitsalltag verfügbar bleibt? ifabrik und Netresearch wollen ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam untersuchen, wie ein durchgängiger Qualifizierungsprozess für Kliniken aussehen kann.

Inhalt

symbolhafte Darstellung des Kreislaufs beim Weiterbildungs-Prozess

Weiterbildung gehört in der Pflege zum Arbeitsalltag

Gerade bei Pflichtweiterbildungen reicht es jedoch nicht aus, einen Kurs anzubieten und die Teilnahme zu dokumentieren. Kliniken müssen nachvollziehen können, wer eine Qualifikation erfolgreich abgeschlossen hat, wann eine Auffrischung ansteht und welche Nachweise vorliegen.

Hinzu kommt: Viele Fragen entstehen erst nach der Weiterbildung: dann, wenn Pflegekräfte das Gelernte im Klinikalltag anwenden sollen.

Die dafür benötigten Informationen liegen heute häufig an unterschiedlichen Stellen: in der Seminarverwaltung, auf der Lernplattform, im Intranet, im Personalsystem oder in zusätzlichen Listen. Für Mitarbeitende in der Pflege ist dadurch nicht immer sofort ersichtlich, welche Weiterbildungen bereits abgeschlossen sind und was als Nächstes ansteht. Führungskräfte, Bildungsorganisation und Personalabteilung wiederum müssen Informationen zusammenführen und Fristen im Blick behalten.

Weiterbildung in der Klinik nicht als Einzeltermin denken

Genau an dieser Stelle treffen die Erfahrungen von ifabrik und Netresearch aufeinander.

Die ifabrik entwickelt seit vielen Jahren digitale Lösungen für Kliniken. Dazu gehören das Klinik-Intranet ONIX sowie die Seminarverwaltung BISON. Netresearch bringt mit ScormIQ einen mehrsprachigen KI-Lernbegleiter für bestehende SCORM-Kurse ein. Mitarbeitende können damit Fragen zu den Inhalten einer Weiterbildung stellen, ohne die vorhandene Lernplattform wechseln oder Kurse neu erstellen zu müssen.

Gemeinsam wollen beide Unternehmen herausfinden, wie sich diese Bausteine sinnvoll verbinden lassen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, einfach noch ein weiteres System in der Klinik einzuführen. Entscheidend ist vielmehr, wie vorhandene Systeme, Informationen und Verantwortlichkeiten zusammenspielen können, vom ersten Abschluss einer Pflichtweiterbildung bis zur nächsten Auffrischung.

Wie könnte Weiterbildung in der Pflege praktisch unterstützt werden?

Das Ziel ist ein durchgängiger Prozess rund um Pflichtweiterbildungen:

  1. Mitarbeitende erhalten die Weiterbildungen und Qualifikationen, die für ihre jeweilige Tätigkeit notwendig sind.
  2. Abschluss und Nachweis einer Weiterbildung werden nachvollziehbar dokumentiert.
  3. Nach dem Kurs können Fragen auf Grundlage der freigegebenen Inhalte gestellt werden – bei Bedarf auch in der bevorzugten Sprache.
  4. Wiederholungsintervalle und nächste Fälligkeiten bleiben im Blick.
  5. Pflegekräfte, Führungskräfte, Bildungsorganisation und Personalabteilung sehen jeweils die Informationen, die sie für ihre Aufgaben benötigen.

Bestehende Lernplattformen und Kursinhalte sollen dabei möglichst weitergenutzt werden. Denn für eine Klinik ist nicht nur entscheidend, was technisch möglich ist. Eine Lösung muss auch zu den vorhandenen Abläufen in Pflege, Personalentwicklung und Bildungsorganisation passen, klare Rollen und Verantwortlichkeiten berücksichtigen und sich mit vertretbarem Aufwand betreiben lassen.

Erst verstehen, dann entwickeln

Eine fertige Gesamtlösung gibt es noch nicht, und genau das ist Teil des Ansatzes.

ifabrik und Netresearch wollen zunächst gemeinsam mit Kliniken untersuchen, wie ein solcher Prozess in der Praxis funktionieren kann. Welche Informationen werden für den Nachweis einer Weiterbildung tatsächlich benötigt? Wer darf Inhalte freigeben und pflegen? Welche Rolle spielen bestehende Lernplattformen, Seminarverwaltungen, Intranets oder Personalsysteme? Und wie lässt sich das Ganze so organisieren, dass für Pflege, Bildungsorganisation und IT nicht noch mehr Aufwand entsteht?

Auch Datenschutz, Rollen und Berechtigungen sowie die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden gehören dazu.

Das Ziel ist klar: Pflichtweiterbildungen in der Pflege sollen sich verlässlicher organisieren lassen und Mitarbeitende sollen auch nach dem eigentlichen Kurs leichter auf das Wissen zugreifen können, das sie im Klinikalltag benötigen.

Weiterbildung in Kliniken gemeinsam weiterdenken

Ob daraus ein praxistauglicher Ansatz entsteht, lässt sich nicht am Schreibtisch entscheiden. Entscheidend sind die tatsächlichen Abläufe und Anforderungen in den Kliniken.

Deshalb suchen ifabrik und Netresearch frühzeitig den Austausch mit Verantwortlichen aus Pflegedirektion, Personalentwicklung, Bildungsorganisation, Qualitätsmanagement und IT.

Sie beschäftigen sich in Ihrer Klinik mit Weiterbildung in der Pflege, Pflichtqualifikationen oder digitalen Lernangeboten? Dann freuen wir uns auf Ihre Perspektive und den Austausch über die Anforderungen aus der Praxis.

Wie organisieren Sie Pflichtweiterbildungen in Ihrer Klinik?

Wir möchten den Ansatz gemeinsam mit Kliniken weiterdenken und mehr über die Anforderungen aus Pflege, Bildungsorganisation, Personalentwicklung und IT erfahren. Wenn Sie Ihre Erfahrungen einbringen oder mehr über die nächsten Schritte erfahren möchten, kommen Sie gern mit uns ins Gespräch.

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